PSAS, PGAD – Andauernde genitale Erregungsstörung

Ein sexueller Höhepunkt folgt auf den nächsten. Dieser Satz klingt für viele vielleicht „Wow, was haben diese Frauen nur für ein Glück:-) . Doch tatsächlich, sind die Frauen die bis zu 250 Orgasmen am Tag haben, alles andere als glücklich. Sie leiden an der andauernden genitalen Erregungsstörung (PSAS, PGAD).

Was ist PSAS bzw. PGAD?

Persistent sexual arousal syndrome (PSAS) oder Persistent genital arousal disorder (PGAD) ist eine Krankheit, bei der Personen an einer sexuellen Dauererregung leiden. Die Ursache ist leider noch unerforscht, daher gibt es auch keine spezifische Behandlung.

PSAS und deren Belastung

PSAS ist für viele Betroffene eine große Belastung, denn es ist fast unmöglich sich auf was anderes zu konzentrieren. Die kleinste Reibung oder Vibration löst einen neuen Stoß aus. Zudem kommt noch dazu, dass es den Betroffenen meist extrem peinlich ist, in der Öffentlichkeit einen Orgasmus nicht zurückhalten zu können. Auch in der Partnerschaft kann PSAS eine große Belastung sein, weil es dem Partner oft schwer fällt, mit der Krankheit umzugehen. Viele Frauen verlieren daher ihren Arbeitsplatz, ihre Beziehungen und vor allem sogar ihr Selbstwertgefühl.

Wissenschaft um PSAS

PSAS ist noch nicht 100%ig erforscht, doch Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Betroffenen nicht sexsüchtig sind, sondern dass es ein rein körperliches Symptom sei, dass die ständige Erregung hervorruft. Mit der sogenannten Elektroschock-Therapie, konnte man den Bereich des Gehirnes, der den sexuellen Reflex mit PSAS beinhaltet, steuern, aber nicht entfernen. Zurzeit gibt es keine Heilung für PSAS, aber Medikamente die sich in der Erprobungsphase befinden, können das Dopamin im Gehirn möglicherweise lindern.

Was tun?

Für alle Frauen, die qualvoll an PSAS leiden, ist es ratsam einen Gynäkologen, Psychiater oder Psychologen aufzusuchen. Ruhig mehrere Ärzte in verschiedenen Fachgebieten anfragen, bevor nur eine Diagnose durch einen Arzt vorgenommen wird, auch wenn dieser mit dieser sehr ungewöhnlichen medizinischen Störung vertraut ist. Sicher ist sicher, um ein besseres Bild von PSAS, PGAD – der andauernde genitale Erregungsstörung, zu bekommen.

Apropos: Auch Männer können unter einer Form von PSAS leiden. Bei ihnen ist es allerdings so, dass sie keine Orgasmen bekommen, sondern lediglich permanent das Gefühl haben, kurz vor dem Höhepunkt zu stehen.

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